Was du nicht sagst
Nicht was wir sagen, sondern was wir bewusst nicht sagen, ist ausschlaggebend beim Geschichtenerzählen. Warum ist das so? Durch bewusstes Weglassen fordern wir den Leser dazu auf, aktiv mitzudenken. Wir vertrauen dem Leser. Er versteht, was gemeint ist und kann die Lücken selbst füllen.
Wenn uns jeder Handgriff erklärt wird, verlieren wir schnell das Interesse. Wir fühlen uns an der Hand geführt, als wären wir nicht selbst dazu in der Lage, die Zusammenhänge zu verstehen.
Aus Gamersicht vergleiche ich das mit einem schlechten Tutorial, das mich vom Start zum Ziel lotst und den Abenteurer in mir ausbluten lässt. Dann verliere ich schon am Anfang das Interesse und schalte ab. Da hilft auch das beste Belohnungssystem nichts.
Also langweile deinen Leser nicht mit endlosen Erklärungen, sondern überlasse ihm die Entscheidung, welchen Weg er geht. Du lieferst ihm die Karte. Das Erkunden übernimmt er selbst. Du sorgst nur dafür, dass abseits des Weges auch einiges geboten wird. In diesem Sinne! Auf zu neuen Geschichten.